JugendMedienEvent 2013

Das JugendMedienEvent 2013
29. August bis 1. September in Berlin

Richtig bewerben – so gehts

Bewerbungscoach Christina Panhoff gibt Tipps

Auf der MedienStarterMesse informieren jede Menge Hochschulen, Akademien und Stiftungen über Möglichkeiten, den Einstieg in die Medienbranche zu finden.  Alles schön und gut – doch bevor man in die Medienbranche (oder überhaupt irgendeine Branche) einsteigt, muss man in der Regel erst einmal fleißig Bewerbungen schreiben – ein Thema, das viele, die gerade frisch von der Schule kommen, noch etwas überfordert.

Für diese Leute ist auf der Messe Christina Panhoff zuständig, die seit 2007 als Bewerbungscoach arbeitet und es sogar einmal ins Sat1-Frühstücksfernsehen geschafft hat. Schließlich kann die Beraterin auf langjährige Berufserfahrung zurückblicken: Nach 15 Jahren Arbeit in der freien Wirtschaft, unter anderem in Pressestellen von großen Unternehmen ist sie laut eigener Aussage sehr textsicher geworden – eine Fähigkeit, die nicht nur für angehende Journalisten, sondern für jeden, der eine Bewerbung gut und stilsicher formulieren möchte, wichtig ist.

Neben der Textsicherheit sind für Christina Panhoff vor allem folgende Punkte wichtig, damit die Bewerbung ein Erfolg wird:

1.) Klare Zukunftspläne haben!

Die Frage „Wo sehen Sie sich in fünf/zehn/fünfzehn Jahren?“ ist immer noch ein Dauerbrenner in Bewerbungsgesprächen. Wer sie mit „Ääähm… ja… keine Ahnung“ beantwortet, wirkt so, als hätte er sich noch über gar nichts richtig informiert. Das hinterlässt einen denkbar schlechten Eindruck.

2.) Sich vorher genau über die Aufgaben informieren, die die Wunschstelle mit sich bringt

Mindestens ebenso ein Dauerbrenner wie die Zukunftsfrage ist die Aussage, man wolle „irgendwas mit Medien“ machen. „Dabei gibt es in der Medienbranche so viele verschiedene Bereiche mit unterschiedlichen Aufgaben: Es gibt Leute, die schreiben, moderieren, Abläufe organisieren oder sich um die Technik kümmern“, sagt Christina Panhoff. „Man muss sich also im Klaren darüber sein, welche Rolle man genau hat.“ Oft werde man in Vorstellungsgesprächen gefragt, wie man sich denn die Arbeit im Wunschunternehmen vorstellt. „Wer da anfängt, rumzustottern und der Frage auszuweichen, hat sofort schlechtere Karten“, so Panhoff

3.) Arbeitsproben bereithalten!

Gerade angehende Journalisten sollten beweisen können, dass sie über Schreibtalent verfügen. Hierfür eignen sich Arbeitsproben, beispielsweise Artikel aus der Schülerzeitung, am besten. Daran erkennen die Personalchefs im besten Fall nicht nur, dass ihr journalistisch schreiben könnt, sondern auch, dass ihr diesen Berufswunsch schon länger und intensiver verfolgt

 

4. Die Bewerbungsmappe richtig formatieren!

Immer wieder erlebt Christina Panhoff, dass Bewerber in ihren Mappen unterschiedliche Schriftarten benutzen, welche zusammen ein uneinheitliches Bild abgeben. Besser ist es, bei einer Standardschriftart wie Arial oder Times New Roman zu bleiben und auf übertriebene Schnörkel und Spielereien zu verzichten. Und: „Rechtschreibfehler sind absolut übel – gerade für Leute, die Journalisten werden wollen!

5. Individuelle Bewerbungen schreiben!

In vielen Fällen reicht eine Bewerbung leider nicht aus – oft bewirbt man sich bei vielen verschiedenen Unternehmen, bevor es endlich mit dem Traumjob klappt. Dagegen spricht ja auch überhaupt nichts, allerdings machen viele es sich in diesem Fall zu einfach und verschicken einfach dasselbe Bewerbungsschreiben an sämtliche Unternehmen, die diese Stelle anbieten. Das Ergebnis ist ein unpersönlich wirkender Text, der keinerlei Bezug zu den einzelnen Unternehmen hat. „Das Unternehmen sollte aber an der Bewerbung sehen können, wieso du dich gerade bei ihnen beworben hast“, rät Christina Panhoff

 

 

Birthe Kolb

Hauptveranstalter und Partner Junge Presse e.V. BPB Axel Springer Akademie